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Julias Arbeit bewegt sich zwischen Ort, Bild und Erfahrung als verschiebbare Zustände.
Dabei werden Räume nicht als feste Gegebenheiten verstanden, sondern als kontextuelle Konstruktionen, die sich durch Wahrnehmung, Erinnerung und Situation immer wieder neu organisieren.

Im Zentrum steht die Frage, wie sich Bedeutung verschiebt, wenn stabile Bezugssysteme – wie Herkunft, Funktion oder räumliche Verortung – sich verändern, instabil werden.

In Arbeiten wie Himmelstürmer, Ihr Schreibtisch im Parkhaus oder Sonah und die Ferne zeigen sich unterschiedliche Formen dieser Verschiebung: Identität wird prozessual, Orte verlieren ihre eindeutige Funktion, und das fotografische Bild beginnt, sich selbst als Material und Zeitträger zu hinterfragen.

Mit Life After Home wird dieser Prozess radikalisiert: Herkunft erscheint nicht mehr als Rückkehrpunkt, sondern als fragile Struktur aus Erinnerung, Nähe und Abwesenheit.
Damit verschiebt sich der Fokus von Transformation innerhalb eines Systems hin zu einem Zustand, in dem der ursprüngliche Referenzpunkt selbst nicht mehr stabil verfügbar ist.

Die Arbeiten untersuchen so Übergänge zwischen Verortung und Bewegung, Stabilität und Auflösung, Darstellung und Prozess.
Fotografische Bilder, Körper und Räume werden dabei zu offenen Gefügen, in denen Bedeutung nicht festgelegt ist, sondern sich im Verhältnis zwischen Zeit, Material und Wahrnehmung kontinuierlich neu bildet.


Engl


Julias work moves between site, image, and experience as shifting conditions.
Space is not understood as fixed, but as a contextual construct that continuously reorganizes itself through perception, memory, and situation.
At the core is the question of how meaning shifts when stable reference systems – such as origin, function, or spatial emplacement – change, become unstable.
In works such as Himmelstürmer, Ihr Schreibtisch im Parkhaus, and Sonah und die Ferne, different forms of this shift emerge: identity becomes processual, places lose their fixed function, and the photographic image begins to question itself as both material and temporal medium.

With Life After Home, this process is intensified: origin no longer appears as a point of return, but as a fragile structure composed of memory, proximity, and absence.
The focus thus moves from transformation within a system toward a condition in which the original reference point itself is no longer stable.
The works investigate transitions between emplacement and movement, stability and dissolution, representation and process.
Photographic images, bodies, and spaces become open configurations in which meaning is not fixed, but continuously generated through the relation between time, material, and perception.








Exhibitions

#011 “Heimat2025, Gruppenausstellung, 
Taylor Wessing & Galerie Holthoff, Hamburg

“Sonah und die Ferne” Kooperation with Mavie Bellay, Foto-Triennale Esslingen

“Ihr Schreibtisch im Parkhaus”, Gruppenausstellung, Photokina, Köln

“Himmelstürmer”, Einzelausstellung, Wagenhallen, Stuttgart



EXHIBITIONS

Contact


Julia Grudda
mail(@)juliagrudda.de +49 177 4653109
Hamburg & Cologne basedail{@}juliagrudda.de














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